Goslar: Braumeister Odin Paul führt Gose-Tradition fort

Juli 2004 trend - Trend.special: Odin Paul

Goslar. Der Okeraner Brauherr Andreas Wagenführer hat einen Nachfolger gefunden: Der 34-jährige Diplom-Braumeister Odin Paul will das Gose-Bier für Goslar weiterbrauen und es wieder über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt machen schon im Mittelalter war die freie Reichsstadt Goslar für die “Goslarische Gose” berühmt.

In der Worthmühle, die bisher exclusiv die Fass-Gose ausschenkte, stellte sich der neue Mann vor, der nach dem Abi Brauer und Mälzer bei der Paul Kolberg Brauerei in Altenau lernte, in Berlin Diplombraumeister wurde und noch ein Aufbaustudium zum Getränketechnologen absolvierte. In Bayern arbeitete er an der Konzeption von Gasthausbrauereien und in Hannover-Laatzen war er am Expo-Projekt “Biobauernhof” beteiligt. Odin Paul kam rum – nach einer Zeit bei “Feldschlösschen” in Braunschweig ist der Brauer mit dem Faible für Kleinbrauereien nun wieder in Altenau gelandet – wohnt allerdings seit über einem Jahr an der Abzucht. Und weil ihn die Tätigkeit als Abfüllmeister nicht ganz befriedigt (Paul: “Das Göttlichste, was es gibt, ist wenn man sein eigenes Bier brauen kann”), hat er sich der wohlschmeckenden Gose angenommen; statt der hellen und der dunklen braut er jetzt eine bernsteinfarbene. Doch auch das Dunkle soll wieder kommen, in der kühleren Jahreszeit. Zur Zeit wird das Bier noch in zwei Braustätten in Braunschweig gebraut, doch Odin Pauls größter Traum: eine eigene Braustätte in Goslar, vielleicht sogar eine Gasthausbrauerei. “Für die Technik benötige ich gar nicht viel Raum, gut 100 Quadratmeter genügen schon”, erläutert der Braumeister aus Leidenschaft. Denn die Gose solle auch in Goslar gebraut werden, welche Stadt außer Köln habe denn schon ihre eigene Biersorte? Interessierte Raumbesitzer können sich mit Odin Paul unter (05321) 685 804 oder per Fax (05321) 685 805 in Verbindung setzen.

Zur Zeit ist das Gosebier in zwei Goslarer Gaststätten vom Fass zu erhalten, in der Worthmühle am Goslarer Museum und im Gosequell nahe der Klauskapelle. Im Maltermeister-Turm, im Restaurant “Zum Förderturm” und im Waldahus Okertal kann die Gose auch schon als Flaschenbier genossen werden.

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