Gose-Gutes, Oker-Oldies und Zollhund Ben

09. September 2006 Goslarsche Zeitung

Rund 2500 "Goslarer Genießerpakete" hat das Meister-Trio - Brauer Odin Paul, Bäcker Jürgen Braun und Fleischer Henning Kluß - bislang verkauft, seitdem das deftige Lebensmittel-Set rund um das original Goslarer Gosebier Ende 2004 in den Handel kam. Keine Überraschung: Vor Feiertagen wie Ostern und Weihnachten läuft das Paket besonders gut, wird aber auch als Geschenk für Goslar-Gäste hoch geschätzt. Ministerpräsident Christian Wulff etwa nahm Ende November 2005 eines als Präsent mit, als er im Medienhaus Krause vorbeischaute.

Jetzt wandeln die drei Initiatoren auf neuen Wegen: Bäcker Braun bietet von Oktober an Gose-Pralinen an, die mit dem Röstmalzextrakt des Bieres hergestellt werden - sozusagen eine konzentrierte dunkle Gose. Brauer Paul weiß, was die Stunde geschlagen hat, und hat sich auf Gose-Uhren verlegt. Seit der offiziellen Vorstellung zum Altstadtfest bei Uhren-Böttcher an der Hokenstraße sind die ursprünglich bestellten 25 Exemplare bereits ausverkauft. 50 Uhren zum Stückpreis von 49 Euro sind nachgeordert und bei Böttcher, im "Brauhaus Goslar" und bei der Tourist-Information am Markt erhältlich. Fleischer Kluß hat seinerseits eine neue Gosebratwurst kreiert. Das Gute vom Grill feiert heute Premiere, wenn das Klauskapellenfest im "Nachtjackenviertel" am Frankenberg startet.

Hausgemachte Möhrensuppe von Marianne Kiehne war gestern im Familienfreibad Oker im Angebot. Eine heiße Suppe war wohl genau das Richtige nach einem Abstieg ins 19 Grad kühle Nass: Heute öffnet das Freibad Oker zum letzten Mal in dieser Saison. Damit hat der VfL als Trägerverein das gute Spätsommerwetter bis zuletzt ausgenutzt. Dauergäste und Ehrenamtliche feierten gestern schon mal Abschied - für viele ist das Freibad, das in der Nachsaison nur noch einen Euro Eintritt verlangte, zu einem kommunikativen Treff in Oberoker geworden. "Was soll ich zu Hause allein rumsitzen? Da komme ich lieber ins Freibad, da ist immer etwas los", sagte Marianne Kiehne und sprach mit dieser Äußerung vor einigen Wochen vielen aus dem Herzen.

Apropos Herz: Den Zollhund Ben, einen Labrador, hatten die Kinder gleich in ihres geschlossen. Im Alltag ist Ben mit seinem Hundeführer Dirk Waldheim als Drogensuchhund im Einsatz. Am Mittwochvormittag besuchten fünf Zollbeamte aus Hildesheim, Magdeburg und Braunschweig den Kindergarten St. Michael an der Marienburger Straße und erzählten aus ihrem Berufsalltag. Zustande gekommen war der Besuch durch einen persönlichen Kontakt eines Kindes zu seinem Nachbarn, der beim Zoll arbeitet. Neben den Dienstfahrzeugen, die auf dem Grundstück mit eingeschalteten Blaulichtern zu bestaunen waren, gaben die Beamten in der Turnhalle einen kleinen Einblick in die Arbeitsweise des Drogensuchhundes. Ben fand nach kurzem Suchen den vorher in einer Plastikwanne versteckten Köder. Sven-Christian und Nick, beide fünf Jahre alt, waren von Ben begeistert und freuten sich, dass sie ihn sogar streicheln durften. Besuche in Kindergärten seien aber eher die Ausnahme, sagt Markus Merten, der bei der Oberfinanzdirektion Hannover für die Pressearbeit in der Zollabteilung zuständig ist.

Zu Besuch in Goslar ist heute und morgen unter anderem der Publizist und Theologe Friedrich Schorlemmer aus Wittenberg. Er wird heute den Festvortrag zum 20-jährigen Bestehen der Evangelischen Akademie der Landeskirche Braunschweig halten, die sich als Seismograph gesellschaftlicher Entwicklungen versteht. Zu den weiteren Referenten im Haus Hessenkopf gehört Landesbischof Dr. Friedrich Weber, gern gesehener Dauergast in der Kaiserstadt. fh/kem/enk

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